Finanzierung der erfolgreichen Unternehmensnachfolge

Finanzierung der erfolgreichen Unternehmensnachfolge

Die Finanzierung einer Unternehmensnachfolge gehört sowohl in finanzieller als auch in struktureller Hinsicht zu den komplexesten Herausforderungen im Mittelstand. Gerade bei familienexternen Nachfolgelösungen stellt sich nicht nur die Frage nach einem passenden Käufer, sondern auch nach einer tragfähigen Finanzierung, die für alle Beteiligten Sicherheit schafft. In solchen Fällen erweist sich die Sparkasse vor Ort, als vertrauter Finanzierungspartner vieler mittelständischer Unternehmen, als idealer Ankerpunkt. In Verbindung mit der strukturellen und analytischen Expertise von CF-MB entstehen dabei Finanzierungslösungen, die nicht nur tragfähig sind, sondern auch Geschwindigkeit, Verlässlichkeit und Individualität verbinden.

Für Unternehmer und Nachfolger liegt ein wesentlicher Vorteil in der langjährigen Kundenbeziehung zur Sparkasse. Sie kennt die wirtschaftliche Historie, die Branche, die Inhaberfamilie und oftmals auch die betriebliche Realität. Das langjährige Wissen um die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens führen in der Regel in der Kreditprüfung zu einem deutlich schlankeren Prozess. Anders als bei externen Banken, die umfangreiche Due-Diligence-Prozesse durchlaufen müssen, kann die Sparkasse in vielen Fällen schneller, effizienter und mit größerem Vertrauen entscheiden. Diese Nähe wirkt sich auch auf die Konditionierung positiv aus, insbesondere dann, wenn Förderprogramme und Refinanzierungsinstrumente aus dem Sparkassenverbund eingebunden werden, etwa über die KfW oder die NRW.Bank. So lassen sich Zinslasten senken, tilgungsfreie Jahre einbauen oder auch Risikoentlastungen für den Kapitaldienst schaffen.

Ein Praxisbeispiel verdeutlicht die Vorteile dieser Zusammenarbeit

Ein industrieller Zulieferbetrieb mit rund 90 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 18 Millionen Euro sollte an einen externen Nachfolger übergeben werden. Gemeinsam mit CF-MB wurde ein tragfähiges Finanzierungskonzept entwickelt, das auf konservativen Cashflow-Prognosen beruhte. In einem ersten Schritt wurden die Cashflow-Treiber wie Umsatzentwicklung, Rohertragsmargen, Personalkosten, Investitionen und Working Capital analysiert. Auf dieser Basis entstanden ein belastbarer Bank Case sowie ein defensiver Downside Case, der auch potenzielle Rückgänge in Umsatz und Rohertrag abbildete. Die maximale Verschuldungskapazität wurde auf Grundlage der freien Cashflows, der bestehenden Verbindlichkeiten und eines geplanten Liquiditätspuffers bestimmt. Ergebnis war eine Finanzierungslösung, die optimal abgestimmt auf die Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens sich aus Sparkassenkredit, KfW-Mitteln, Eigenkapital des Käufers und einem Verkäuferdarlehen zusammensetzte. Innerhalb von nur acht Wochen wurde die Finanzierung genehmigt, der Deal konnte planmäßig geschlossen werden.

Diese Kombination aus strukturierter Planung, konservativer Annahmebasis und effizienter Umsetzung ist der Schlüssel zum Erfolg. CF-MB bringt dabei die notwendige Strukturierungs- und Bewertungskompetenz ein, um die Finanzierung bankentauglich aufzubereiten. Auf Basis einer fundierten Unternehmensbewertung wird ein marktkonformer, aber vor allem finanzierbarer Kaufpreis abgeleitet. Ein zu hoher Kaufpreis gefährdet die Kapitaldienstfähigkeit ebenso wie eine zu enge Liquiditätsplanung. Daher wird der Kaufpreis stets im Verhältnis zur tragbaren Verschuldungskapazität und dem verfügbaren Eigenkapital bemessen. Dabei sind realistische Annahmen und bankseitiger Anforderungen in die Finanzierungsstruktur einzubeziehen.

Zur Steuerung und Absicherung der Finanzierung werden gemeinsam mit der Sparkasse angemessene Covenants definiert. Typisch sind etwa eine Debt-Service-Cover-Ratio, ein Verschuldungsgrad von maximal dem 3-fachen EBITDA sowie Mindestliquiditätsquoten. Diese Kennzahlen dienen der proaktiven Steuerung, geben Kreditgebern Sicherheit und dem Käufer ein klares Regelwerk zur operativen Navigation. Die Entwicklung dieser Kennzahlen erfolgt dabei stets im Dialog und nicht als starrer Rahmen, sondern als sinnvolles Instrument für Risikofrüherkennung.

Maßgeschneiderte Finanzierung durch den vertrauten Verbundpartner

Während klassische Bankprozesse mehrere Monate in Anspruch nehmen können, lassen sich strukturierte Sparkassenfinanzierungen innerhalb weniger Wochen realisieren. CF-MB sorgt hierbei für die professionelle Aufbereitung aller notwendigen Unterlagen, von der Cashflow-Planung bis hin zur Bonitätsdarstellung und Vertragslogik. Der gesamte Transaktionsprozess von der Erstansprache bis zum Closing der Unternehmensnachfolge kann so innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden, ohne Abstriche bei Qualität oder Sicherheit. So profitieren Käufer und Verkäufer auch zeitlich von der engen Zusammenarbeit zwischen Sparkasse und CF-MB.

Besonders hilfreich für viele Käufer ist zudem die strukturierende Rolle von CF-MB bei der Deal-Strukturierung. Neben dem klassischen Bankdarlehen werden oft auch Verkäuferdarlehen, Earn-out-Komponenten oder Mezzanine-Bausteine eingesetzt, um die Eigenkapitalquote zu schonen und den Kapitaldienst zu flexibilisieren. Wichtig ist dabei, dass die Struktur aus einem Guss kommt. Die maßgeschneiderte Abstimmung auf das operative Profil des Unternehmens, die Anforderungen der Sparkasse und die Ziele von Käufer und Verkäufer bilden die elementare Basis für den Erfolg der Transaktion.

Am Ende profitieren alle Beteiligten von dieser klar strukturierten Zusammenarbeit: Die Sparkasse erhält ein sauberes, transparentes Finanzierungskonzept; der Käufer eine tragfähige Kapitalstruktur und der Verkäufer die Gewissheit, dass die Finanzierung tragfähig und nachhaltig ist. In Kombination entsteht damit ein echter Mehrwert für Nachfolgelösungen.