Die wichtigsten Dokumente bei einem Unternehmensverkauf

Wesentliche Herausforderungen bei M&A-Transaktionen

Die Gründe für eine M&A-Transaktion sind vielfältig und attraktiv. Die Regelung der Nachfolge, der Rückzug aus dem Berufsleben oder eine Vermögensumschichtung stehen in Aussicht. Doch wurde der erste Schritt getan und der Entschluss für den Verkauf des eigenen Unternehmens getroffen, beginnt die Herausforderung, einen passenden Käufer zu finden. Dabei sollten anfängliche Verlockungen keinen Einfluss nehmen und Entscheidungen ausschließlich auf sachlicher Ebene getroffen werden. Diese objektive Entscheidungsfindung ist essentiell, da es sich bei M&A-Transaktionen um sehr komplexe Prozesse handelt, die ein erhebliches Fehlerpotenzial bergen. Alleine in Deutschland sind nur ein Drittel aller Fusionen und Übernahmen tatsächlich erfolgreich. Daher werden im Folgenden wesentliche Herausforderungen aufgezeigt, die es zu meistern gilt, wenn ein M&A-Transaktionsprozess erfolgreich abgeschlossen werden soll.

Die richtige Kaufpreisstrategie
Wurde ein passender Kaufinteressent gefunden, ist die richtige Preisstrategie wichtig für den späteren Erfolg des Transaktionsprozesses. Etwa einen zu geringen Preis zu verlangen, um den Prozess zu beschleunigen oder um sicherzustellen, dass der Abschluss definitiv zu Stande kommt, ist dabei nicht die richtige Entscheidung. Überzogene Preisvorstellungen sind gleichermaßen zu vermeiden, da diese zu einem frühzeitigen Ende des Prozesses führen können. Ein erfahrener Berater kennt die marktüblichen Verfahren der Unternehmensbewertung und kann bei der Wertermittlung helfen.

Das Prozessmanagement ist entscheidend
Ein M&A-Prozess wirft zahlreiche Fragestellungen und Herausforderungen auf, die es in kurzer Zeit zu lösen gilt. Um sich nicht zu überfordern, ist ein professionelles Projektmanagement für den Verkäufer essentiell. Ein langgezogener M&A-Prozess kann hohe Kosten verursachen, welche letztendlich dafür sorgen können, dass ein zuvor vorteilhaftes Geschäft keinen Mehrwert mehr bietet. Daher ist die professionelle Durchführung und Planung des Transaktionsprozesses sehr wichtig, um unnötige Verzögerungen und Kosten zu vermeiden und die M&A-Transaktion erfolgreich abzuschließen. Es sollte vermieden werden, dass das Tagesgeschäft unter der Durchführung des M&A-Prozesses leidet.

Strategische Entscheidungen sind bereits vor dem M&A-Prozess zu treffen
Bevor der Unternehmensverkauf initiiert wird, sollten die Vor- und Nachteile abgewogen, sowie die Lebensplanung des Verkäufers und etwaige andere Optionen überprüft werden. Emotionale Überlegungen können zu falschen Entscheidungen führen und sollten nicht an die Stelle von rationalen Interessen des Unternehmens oder des Unternehmers treten. So muss ein Unternehmensverkauf nicht zwangsläufig die beste Lösung sein. Vor dem Prozessbeginn ist ein strukturierter „Fahrplan“ über die Vorgehensweise aufzustellen. Die Frage, ob eine Unternehmenstransaktion wirklich das richtige Mittel zur Erreichung der persönlichen Ziele ist, muss also vor der Einleitung des Transaktionsprozess gestellt werden.

Die Außensicht auf eine Unternehmenstransaktion
Oftmals verunsichern Fusionen und Übernahmen andere Marktteilnehmer, was im schlimmsten Fall den Verlust von wichtigen Kunden zur Folge haben kann. Es gilt zu vermeiden, dass beispielsweise eine Transaktion zu früh an die Öffentlichkeit dringt. Der M&A-Prozess muss professionell und strukturiert durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass Erwartungen von Kunden und Lieferanten berücksichtigt und langfristige Geschäftsbeziehungen nicht gefährdet werden.

Die richtige Mitarbeiterkommunikation
Nicht nur Kunden werden durch M&A-Geschäfte verunsichert. Auch Mitarbeiter werden beunruhigt, wenn Gerüchte oder Spekulationen über das Projekt zu ihnen durchdringen. Die richtige interne Kommunikation soll daher sicherstellen, dass Mitarbeiter ihre Jobsicherheit nicht in Frage stellen. Besonders die talentiertesten Mitarbeiter könnten ihre Situation im Unternehmen überdenken und beginnen, alternative Jobangebote in Erwägung zu ziehen. Die Bindung der Mitarbeiter soll den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens sichern und ist sowohl im Interesse der neuen Eigentümer, als auch der Alt-Gesellschafter.

Eine sorgfältige Due Diligence ist ein wichtiger Erfolgsfaktor
Eine sorgfältige Prüfung des Unternehmens ist für den Käufer unabdingbar. Hier kommt es darauf an, die richtigen Informationen zur Verfügung zu stellen und offene Fragen schnell zu beantworten. Für den Verkäufer bedeutet dies, dass dem Kaufinteressenten alle wichtigen Informationen vollumfänglich zur Verfügung gestellt werden müssen, um dem Interessenten eine Bewertung des Unternehmens und eine realistische Einschätzung über die weitere Entwicklung zu ermöglichen.

Fazit
Um die Erfolgsaussichten einer geplanten M&A-Transaktion zu erhöhen, ist die Unterstützung und Begleitung des Prozesses durch einen qualifizierten und erfahrenen M&A-Berater unerlässlich. Dieser kennt sich mit den relevanten Fragestellungen aus und kann sachlich die richtigen Schlüsse ziehen. Der Entschluss, einen M&A-Berater für die Begleitung der Transaktion zu engagieren, welcher exzellente fachliche Voraussetzungen mitbringt und auch zwischenmenschlich zum Unternehmen bzw. dem Unternehmer passt, garantiert zwar nicht automatisch den Erfolg einer Transaktion, allerdings kennt der M&A-Berater die angeführten Herausforderungen und weiß diese entsprechend zu berücksichtigen. Somit werden die Erfolgschancen signifikant erhöht und die Risiken minimiert.